Marketing für Fitness Studios Teil 2

Nadine Klenke —  24. Oktober 2013

iStock_000027526180SmallDer Marketing Mix – Produktpolitik

Im zweiten Teil dieser Serie gehe ich auf den Marketing Mix, speziell auf die Preispolitik, ein. Es wird also etwas theoretischer, aber immer mit dem Bezug zu Studios.

Ein ausgewogener Marketing Mix kann ein Schlüssel zum Erfolg sein und besteht aus vier entscheidenden Faktoren:

– product (Produktpolitik)

– price (Preispolitik)

– place (Distributionspolitik)

– promotion (Kommunikationspolitik)

Was versteht man unter Produktpolitik?

Der Mittelpunkt aller Marketingaktivtäten sollte euer Produkt, also Fitness/Gesundheit sein. Die Produktpolitik zielt darauf ab, neue Produkte auf den Markt zu bringen (Produktinnovation), bereits am Markt etablierte Produkte anzupassen (Produktvariation) oder alte Produkte vom Markt zu nehmen (Produktelimination).

Maßnahmen der Produktpolitik sind:

1.    Produktentwicklung

Der Punkt ist ganz praktisch veranlagt und so stehen der Verwendungszweck des Produktes, die Handhabung, das Design und die Qualität im Vordergrund. Zweifel und Probleme müssen im Vorfeld erledigt werden.

Ihr solltet euch immer die Frage stellen: Wie kann ich etwas schöner, einfacher oder praktischer machen? Dann solltet ihr euer Produktangebot mit Zusatzleistungen ergänzen, wie weitere Serviceleistungen des Studios. Euer Produkt muss sich deutlich von der Konkurrenz abheben.

Ihr sagt das ist schwierig? Ich komme gerne zu euch und verspreche, dass wir einen Punkt finden der euch einmalig macht – und das muss nicht immer große Investitionen bedeuten!

2.    Einführung neuer Produkte

Produktinnovationen haben immer einen Wettbewerbsvorteil, denn sie sind NEU!

Wenn ihr ein neues Produkt entwickeln wollt müsst ihr auf folgendes achten:

– Ideenfindung: Analyse von Kundenbedürfnissen, Konkurrenz, kreative und innovative     Techniken, wenn möglich

– Screening: Bewertung der Idee

– Analyse: Wirtschaftlichkeitsanalyse, Investitionsrechnung, Deckungsbeitrag

– Produktentwicklung: Konzeption

– Tests: Studio Tests, Referenzkunden, Befragungen

Ihr müsst euch klar darüber sein, dass jedes Produkt nur ein begrenzt zeitliches Leben hat. Es kommen immer wieder neue Trends auf den Markt und das Konsumverhalten des Kunden ändert sich permanent. Der Kunde hat die (Aus-) Wahl und den Zugang zu Neuigkeiten in kürzester Zeit.

Bleibt also nicht stehen und ruht euch auf früheren Erfolgen aus, sondern bleibt an dem Kunden und den Entwicklungen am Markt dran. Versucht soweit es möglich ist euer Produkt zu entwickeln und attraktiv zu halten.

Die Verweildauer eines Produktes am Markt kann unterschiedlich sein. Abhängig ist das vom individuellen Produktlebenszyklus. Es gibt die Einführungsphase, die Wachstumsphase und hoffentlich eine lang andauernde Sättigungsphase. Wenn sich euer Produkt in der Phase des Rückganges befindet, müsst ihr es modifizieren, erneuern, variieren oder im schlimmsten Fall vom Markt nehmen.

3.    Marktdurchdringung

Euer Ziel sollte es stets sein, sich vom Wettbewerb abzuheben und bei dem Kunden positiv hervorzuheben. Das nennt man dann Positionierung. Während dieses Prozesses entsteht eure Marke, eure Identität. Der Schlüssel zur Positionierung ist die Marktsegmentierung.

Der Gesamtmarkt wird in Teile zerlegt (z.B. Alter, Geschlecht, Budget, Nutzungserwartungen). Dadurch ergeben sich Marktfelder in eurem Umkreis, die bereits dicht oder weniger dicht durch Mitbewerber besetzt sind. So könnt ihr eure Nische finden.

Wichtig dabei sind folgende Fragen:

– Welchen Nutzen hat der Kunden von meinem Angebot?

– Was ist das Besondere an meinem Angebot?

– Was will mein Kunde? Wer ist mein Kunde? Wie ist das Durchschnittsalter? Welches Einkommen hat mein Kunde? Wer kommt für mein Angebot in Frage?

– Was macht der Wettbewerb? Wer und wo sind meine Hauptkonkurrenten? Welche Produkte haben sie im Angebot? Gibt es eine Besonderheit bei meiner Konkurrenz?

So viel zum Thema Produktpolitik. Im kommenden Artikel gucken wir die Preispolitik genauer an.

Bis dahin

Eure Nadine Klenke

 

Nadine Klenke

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