Förderung für Existenzgründer und Jungunternehmer und Unternehmer

Nadine Klenke —  3. September 2014

Der Weg in die Selbstständigkeit ist nicht immer leicht und birgt so manche Hürde, die bewältigt werden muss. In der folgenden Artikelserie, informieren wir euch über Fördermittel, die euch als Neugründer in der Gründungsphase unterstützen und welche Perspektiven sich daraus ergeben. Der erste Teil konzentriert sich ausschließlich auf die Förderungen von Existenzgründern.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Ihr seid nicht alleine beim Gründen!

Wer vergibt Fördermittel an Existenzgründer?

Viele staatliche und private Stellen unterstützen und fördern Existenzgründer. Die Kommunen und Kreise beschränken sich bei der Förderung von Existenzgründern vor allem auf die Vermittlung von Räumen und Grundstücken, die zu besonders günstigen Preisen angeboten werden.

Die Bundesländer vergeben Fördermittel über ihre landeseigenen Förderstellen. Bei der Förderung von Existenzgründer liegt der Schwerpunkt bei der Übernahme von Bürgschaften und der Bereitstellung von Beteiligungen, welche die Finanzdecke des Existenzgründers stärken sollen.

Die Bundesrepublik Deutschland hat ein spezielles Existenzgründerprogramm aufgesetzt, das sich direkt an Existenzgründer wendet. Gründer werden bei anfallenden Kosten oder Kreditzinsen werden subventioniert.

Auch die Europäische Union beteiligt sich an Bundes- oder Länderprogrammen. Es gibt einige Förderprogramme der EU, die sich an spezielle Branchen (beispielsweise Energie-/Solarbranche) wendet.

Eine weitere Förderstelle in Deutschland ist die Agentur für Arbeit.

Der Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt

Die Agentur für Arbeit ist die wohl bekannste staatliche Förderung für Existenzgründer. Denn auch wer die Betriebskosten decken kann und die Finanzierung des neuen Geschäftes organisiert hat, muss leben. Mietkosten, Lebenshaltungskosten etc. wollen weiter bezahlt werden. Der Zuschuss vom Arbeitsamt deckt während der Gründung mehrere Monate die privaten Kosten und nimmt damit eine schwere Last vom Gründer. Zu beachten; der Gründungszuschuss ist stark gekürzt worden (abhängig vom Bundesland). So war dieser früher noch eine „Muss-Entscheidung“, mittlerweile ist er eine „Kann-Entscheidung“. Euer Businessplan und ihr selbst müsst die Zuständigen im Arbeitsamt überzeugen, nur dann wird der Existenzgründungszuschuss bewilligt. Wer auf sicher planen möchte, sollte sich in diesem ersten Schritt bereits Hilfe holen, beispielsweise bei einen der häufig angebotenen Workshops der Erfolgsritter  zum Thema Businessplan. Natürlich könnt ihr auch die NK – Nadine Klenke kontaktieren.

Welche Arten von Förderungen gibt es?

Ähnlich wie bei der Förderung von bestehenden Unternehmen gibt es grundsätzlich drei Arten der Förderung:

1. Zinsgünstige Kredite für Investitionen sowie die Förderung von Betriebsmitteln
2. Zusätzliches Eigenkapital, zur Verbesserung der Eigenkapitalbasis junger Unternehmen. Die fördernde Stelle beteiligt sich quasi am Unternehmen.
3. Nicht zurückzahlbare Zuschüsse. Hierbei beteiligt sich der Staat an bestimmten Kosten. Das trifft vor allem auf die in Anspruchnahme von Beratungsdienstleistung zu.

Welchen Weg muss der Gründer gehen?

Der Weg zu den Fördertöpfen ist lang und schwierig und jedes Förderprogramm gestaltet sich unterschiedlich. Deshalb ist es auch so schwierig die Anträge richtig auszufüllen und die Fördermittel final zu bekommen. Mein Tipp: holt euch jemanden erfahrenes dazu ins Boot, der euch hilft, die richtigen Schritte zu gehen.

Viele Fördermittel werden nur in Zusammenarbeit mit der Hausbank vergeben. Das betrifft alle zinsbegünstigte Kredite und fast alle Beteiligungsprogramme. Die Bank übernimmt gegenüber der Förderstelle die Abwicklung der Kredite und sorgt für ausreichende Sicherheiten. Da meist eine Beteiligung der Bank am Risiko verlangt wird, muss der Gründer also die Förderstelle und seine Hausbank von seinem Vorhaben überzeugen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Banken sich häufig quer stellen, denn es bedeutet Zeitaufwand, hohes Risiko und kaum Verdienst für die Bank. Einige Zuschüsse können auch direkt bei der Förderstelle beantragt werden, ohne die Hilfe der Bank.

Bedingungen und Voraussetzungen

Die Bedingungen und Voraussetzungen für die existierenden Förderprogramme sind unterschiedlich und die einzuhaltende Wege auch. Es gibt eine Folge von logischen Schritten, die ihr einhalten solltet:
1. Idee prüfen (z.B. Investition, Beratung)
2. Geeignete Fördermittel suchen
3. Förderorganisation einschalten, zum Beispiel die Hausbank
4. Unterlagen zusammen stellen
5. Antrag stellen
6. Fördermittel abrufen

Tipp: Verlasst euch nicht auf eure Hausbank

Auch wenn eure Hausbanken eine wichtige Rolle für die Gründungsförderung spielt und entsprechende Informationen liefern, solltet ihr euch nicht auf diese Stelle verlassen. Die Banken haben eigene Interessen und wollen ihre eigenen Produkte verkaufen. Teilweise scheuen sie auch den Aufwand der Antragsstellung, da sie nur einen geringen Prozentsatz an der Vergabe verdienen. Darum solltet ihr lieber den Weg über eine Beratung gehen und euch dort kompetente Partner suchen.

Nutzt die Fördermittel für eine Gründungsberatung!

Kein Existenzgründer ist in der Lage alle Facetten seiner Unternehmensgründung selbst zu beurteilen. Sucht euch einen qualifizierten Berater, denn Beratung ist wichtig. Und jetzt kommt die spannende Frage: Wie soll ich mir eine Beratung in der Gründungsphase leisten?

Um Information für Existenzgründer verfügbar zu machen, fördert der Staat sowohl vor der Gründung als auch danach eine solche Beratung. Der Umfang der Förderung sowie die Bedingungen sind von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich.

Auch nach dem Start in die Selbstständigkeit haben Jungunternehmer Beratungsbedarf. Für Unternehmen, die älter als ein Jahr sind, bietet der Bund die Möglichkeit zur Beratungsförderung. Maximal werden hier 6.000 € ausgezahlt. Aber bitte informiert euch in einem persönlichen Gespräch mit mir oder meinem Kooperationspartner Die Erfolgsritter über die Möglichkeiten der Förderung.

Unternehmen, die noch nicht 5 Jahre existieren, können für bestimmte Beratungsinhalte, wie zum Beispiel auch das Marketing, einen Zuschuss erhalten. Gedacht ist eine Beratungsdienstleistung über maximal 6 Monate. In dieser Zeit wird der Berater euch als Unternehmen begleiten und eine Strategie mit euch entwickeln.

Tipp: Nur ausgewählte Berater!

Die genauen Bedingungen der Förderung kennen diese Berater, da sie diese Fördermittel als Verkaufsargumente nutzen. Greift gerne auf meine Erfahrung und mein Wissen zurück oder auf meine Empfehlung die Erfolgsritter.

Alle genannten Angaben sollten vorab einen ersten Blick in die Thematik der Fördermittel ermöglichen. In meinem nächsten Artikel (Teil 2) widme ich mich den Mikrokrediten und den KfW-Krediten. Wer jetzt sofort einen Ansatzpunkt für sein Unternehmen sieht, wendet sich direkt an mich und wir werden in einem persönlichen Gespräch eine Strategie für finden.

Eure Nadine Klenke

Nadine Klenke

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